Aktuelle Holzmarktlage


Stand: März 2018


Holzmarkt

Das neue Jahr 2018 beginnt mit einem erfreulich höheren Holzpreis von 90 €/Fm im Leitsortiment in der Fichte. Nach längeren und zeitweise zäh verlaufenden Verhandlungen ging die Rechnung auf, nicht zu große Verträge über das Winterhalbjahr bis ins Frühjahr abzuschließen und auf bessere Zeiten ab dem Jahreswechsel zu hoffen. Wir haben daher nur kleinere Verträge mit einer überschaubaren Menge abgeschlossen. Diese wurden nun erfüllt und wir können ab jetzt mit einem besseren Preis in die Vollen starten.

Der Rohstoff Holz wird wieder stärker nachgefragt und die Lager leeren sich.

Auch im Landkreis Passau und Freyung-Grafenau ist das Sturmholz von „Kolle“ weitestgehend aufgearbeitet und die ursprünglich angeschätzte Menge von ca. zwei Millionen Festmetern Schadholz wurde bei weitem nicht erreicht.

Allgemein zeigt die Ifo-Konjunkturkurve für das Holzgewerbe wieder leicht nach oben. Positiven Trends im Holzgroßhandel mit Roh-und Schnittholz stehen unverändert Negative bei sonstigen Holzwaren und Bauelementen aus Holz gegenüber.

Nutzen Sie daher den guten Holzpreis und arrondieren Sie Ihre Käferflächen oder holen sie gefährdete Altholzbestände. Wir rechnen für das Jahr 2018 wieder mit verstärktem Käferbefall.

Auch haben die Winterstürme das Feinwurzelsystem vieler Bäume beschädigt und sollten verstärkt kontrolliert werden. Laufen Sie jetzt im Winter noch Ihre Bestände ab und nehmen alle angeschobenen und schrägen Fichten raus, von Einzel- bis Gruppenwürfen ganz zu schweigen.  

Bis zum Frühjahr sollten Ihre Waldungen unbedingt „aufgeräumt“ sein. Eine saubere Waldwirtschaft ist der beste Garant gegen erhöhten Käferbefall.

Ab März muss wieder mit einer Schutzspritzung gegen den holzbrütenden Lineatus gerechnet werden. Diese wird in gewohnter Weise bei Bedarf von der WBV durchgeführt und automatisch in Abzug gebracht.

Wir sehen einen verstärkten Holzanfall Richtung Frühjahr auf uns „zu rollen“, so dass wir größere Verträge  mit einer längeren Laufzeit für das erste Halbjahr abgeschlossen haben.

Die anfallende Holzmasse im Frühjahr könnte für die Abfuhr eine Herausforderung werden. Die Logistik generell wird von den Sägewerken organisiert und durchgeführt, je nach Holzbedarf wird angefahren. Die WBV stellt die Fixlängen dem Sägewerk zur Werkseingangsvermessung bereit bzw. verkauft Kleinmengen und Stammholz nach Waldmaß, die Abfuhr liegt in den Händen der Sägewerke. Melden Sie daher Ihr Holz möglichst zügig um die ganze Sache etwas zu entzerren.

Die Witterung war einfach zu nass und das Rücken nur auf sandigeren Standorten ohne große Schäden machbar.

Was gut für den Wald ist, viel Wasser, ist auf der anderen Seite ein Problem für die Holzernte.

Dem Käfer tut das viele Wasser weh, der Fichte hilft es.

Führen Sie anstehende Jungdurchforstungen durch, der Papierholzpreis ist nicht schlecht und Ihre jüngeren Bestände werden es Ihnen mit einer besseren Stabilität danken. Das Wetter wird unbeständiger und extremer, daher müssen wir unseren Wald durch intensivere Pflege darauf vorbereiten.

Altes Käferholz ohne Rinde und starker Verfärbung wird jetzt gleich in die Palette mit 60 €/Fm im Leitsortiment sortiert und nicht zu den Großsägewerken zur Werkseingangsvermessung weiter gegeben. Dort würde der Waldbesitzer wesentlich schlechter abschneiden. Altes Käferholz ist dort unerwünscht und wird lediglich mit Abwehrpreisen vergütet. D-Holz bitte vermehrt mit 4 Meter Länge aushalten und weniger 3,6 Meter machen.