Aktuelle Holzmarktlage


Stand: Mai 2017


Holzmarkt

Im Holzgewerbe und Holzgroßhandel hat sich die Geschäftslage leicht verbessert und für die nächsten sechs Monate ist laut Ifo-Geschäftsklima-Index mit einem Anhalten der befriedigenden bis guten Geschäftslage zu rechnen. Es ist daher von weiterhin stabilen Holzpreisen auszugehen und ein leichter Preisrückgang der Holzpreise nicht zu erwarten, was saisonbedingt normal wäre. Auch wurden im Vorfeld ausreichend große Verträge mit längerer Laufzeit mit „unseren“ Sägewerken abgeschlossen, sodass zu den alten Konditionen weiter geliefert werden kann.

Generell wird jetzt Holz gegen rinden- und holzbrütende Insekten schutzbehandelt. Organisiert wird das von Seiten der WBV und automatisch bei der Auszahlung in Abzug gebracht. Allgemein sind wir dennoch an einer zügigen Abfuhr des bereitgestellten Holzes bestrebt und geben dies auch so an die Sägewerke weiter. Ein Verzicht auf die Schutzspritzung ist aber aufgrund des großen Zeitfensters vom Einschlag über Bereitstellung des Holzes bis zum Verkauf mit Abfuhr aus dem Wald nur bei schnellster und bestorganisierter Logistik möglich. Im Regelfall wird das Zeitfenster mehrere Wochen benötigen und der Forstschutz hat höhere Priorität.

Bitte beachten Sie weiterhin die Mindestpoltergröße von 10 Einheiten, das heißt mindestens 10 Festmeter Fixlängen oder 10 Raummeter/ Ster Papierholz je Lagerplatz im Wald oder Feld. Kleinere Mengen müssen aus logistischen Gründen auf die Sammellagerplätze. Bei Stammholz sieht die Situation etwas anders aus, dort müssen immer mindestens 10 Fm zur Abfuhr bereit stehen, auch auf den Sammelplätzen. Die meisten Walbesitzer halten sich an diese Regel und wir haben daher bis jetzt einen Preisabschlag für Kleinmengen abwenden können.

Der Faserholzpreis liegt weiterhin bei 32,50 Euro je Raummeter und wird auch so den Sommer über bleiben. In unserem Rahmenkaufvertrag mit  UPM ist, was den Lieferplan mit den Mengen anbetrifft, noch jede Menge Luft nach oben. Das heißt, Sie können gerne die Sommermonate zum Durchforsten nutzen und Mehrmengen bereitstellen.

Palettenware wird vor allem in den Längen mit 3,6 Metern gesucht und wird mit 60 €/Fm im Leitsortiment auch gut vergütet, die Nachfrage nach Palettenholz ist weiterhin ungebremst. Verkauft wird hauptsächlich vermessenes Holz an Kleinsäger.

Der Verkauf der besseren Kiefer ist abgeschlossen. Jetzt anfallende Kiefer verblaut sehr schnell und wird als D-Holz verkauft.

Der Laubholzeinschlag ist beendet und das Holz wird jetzt gebündelt verkauft. Auffallend groß ist der Anfall an qualitativ schlechtem Eichenholz aus abgängigen Eichen. Auch die Eichen haben den Sommersturm vom 04.08.13 nicht verkraftet. Stark geschädigte Kronen und ein angerissenes Feinwurzelsystem lassen viele Eichen nach und nach absterben. Auch wurden die Eichen in den Sturmgebieten oft noch stehen gelassen, während die Fichten zügig geerntet und zu Spitzenpreisen verkauft wurden. Nun fällt bei den Eichen oft die Rinde ab und das Splintholz beginnt zu verrotten. Ehemals B-Eichen werden jetzt zu C-Eichen, mit Insektenbefall sogar zu CD-Qualitäten. Der Preisunterschied ist gravierend aber nachvollziehbar.

Der Brennholzmarkt verzeichnet weiterhin verhaltene Nachfrage und Brennholz ist dementsprechend schwierig zu verkaufen.

Hackmaterial wird, wenn es so weitergeht wie bisher und weitere große Heißkraftwerke nach Ablauf der staatlichen Förderung von Hackschnitzel auf Gas umstellen, ein Problem werden und ein weiterer Preisverfall ist zu erwarten. Vor allem im Sommer ist mit Käferholz zu rechnen und das anfallende Gipfelmaterial muss zügig gehackt werden. Der Erlös des Hackmaterials sollte zumindest die Kosten fürs Rausfahren decken. Bei einem weiteren Preisverfall wird das aber nicht mehr der Fall sein und bereits jetzt wird Hackmaterial im großen Stil auf Halde produziert.